Dienstag, 18. Mai 2010

Wenn mal nicht alles nach Plan läuft...

Hallo zusammen!

Bisher habe ich euch hier in meinem Blog ja immer nur von meinen Erfolgen und Fortschritten beim Basteln erzählt. Es dürfte aber auch klar sein, dass bei solch einem Projekt wie dem eigenhändigen Umbau eines Autos nicht immer alles so klappt, wie man das gerne hätte. Deswegen möchte ich heute einmal, nach ungefähr 7 Wochen "Bauzeit" einen kleinen Überblick drüber geben, womit ich denn schon so alles zu kämpfen hatte.

Das erste Hindernis, über das ich gestolpert war, war - relativ am Anfang - der Kühler, genauer gesagt dessen Ablass-Schraube. Die war nämlich aus Plastik, und von Hand nicht aufzukriegen. Also musste die Zange her. Dummerweise hatte die Zange mehr Kraft als das Material aushielt. Die Folge: abgerissene Plastikschraube im Kühlerablass -.- zum Glück konnte ich den Rest der Schraube mittels einer Flachzange herausdrehen, und zum Glück ist beim neuen Kühler auch eine neue Schraube dabei.

Die Fahrwerksschrauben sind auch nicht so ganz ohne. Da gibts welche, die gehen leicht, für andere braucht man etwas Kraft oder großen Hebelweg. Und dann gibts noch die Hartnäckigen. Beispiel 1: Die zwei Schrauben am Dom vorne rechts, die das Federbein halten. Sowas von festgerostet, das glaubt man nicht. Selbst nach stundenlangem Einweichen im Rostlöser und mehreren Versuchen sind die nicht mal ansatzweise zu lösen (und inzwischen auch schon so gut wie rundgedreht - Scheiß Material). Ergebnis: Die werd ich wohl wegflexen müssen.

Hier sind die beiden Übeltäter zu sehen:



Dann war da noch das Thema mit dem Fahrwerk hinten. Um hier die Federbeine rausnehmen zu können, müssen am unteren Querlenker zwei Schrauben gelöst werden, sodass sich dieser absenken lässt. Rechts überhaupt kein Problem gewesen, links keine Chance. Warum? Eine der beiden Schrauben ist wohl unwiderruflich an der Metallhülse festgerostet, welche in der Gummilagerung des Querlenkers steckt. Lustiges Ergebnis: Die Schraube lässt sich zwar drehen, der Gummi dreht sich aber mit, was halt leider nur bis zu einer gewissen Grenze geht. Danach federt der Gummi samt Schraube geradewegs wieder in die Ausgangsposition zurück. Was also tun? Nun, ich habe das Problem erst mal so gelöst, dass ich beide Querlenker unten und oben an der Karosserie gelöst habe, so konnte ich das Federbein ausbauen.





Das war übrigens ein Mordsspass gestern, das alles wieder zusammen zu bauen. Ich denke es ist unnötig zu erwähnen, dass das gesamte Fahrwerkssystem aus Stoßdämpfern, Längs- und Querlenkern ein ordentliches Maß an Spannung aufweist. Aber mit zwei Mann, Wagenheber, Hammer und Rohrzange war auch das schließlich kein Problem mehr.

So, nun zu meinem besonderen Freunden: Den Ventildeckelschrauben. Ich hatte mir ja bei eBay einen neuen Ventildeckel bestellt, der sogar mit Schrauben dazu geliefert wurde (vorbildlich!). Ich dachte mir, so lange der also in der Bearbeitung ist, mach ich meinen alten wieder drauf, damit der Motor vor den ganzen Schleif- und Lackierarbeiten geschützt ist. Als ich nun also dabei war, den alten Ventildeckel mit den neuen (!) Schrauben festzumachen, passierte das, was eigentlich nicht passieren sollte: *KNACK* hats gemacht - die Zeit stand sekundenlang still. Was war das? ....... Schraube abgerissen? *ARGH*
Jo, und nun hab ich da ne abgerissene, festgefressene Schraube im Motorblock stecken, die irgendwie wieder raus muss. Das wird auch noch ein Riesenspass werden -.-

Auch ganz nett war das Heckbleck, also das, worauf Kennzeichen und so befestigt ist, zwischen Kofferraumdeckel und Heckschürze. Das musste runter, damit ich die Heckschürze abnehmen konnte. Das Ding ist mit insgesamt 5 Schrauben befestigt, 3 ganz normale mit schöner Sechskantmutter und so. Die anderen 2 sind als Stehbolzen am Blech festgeschweißt und auf der Innenseite mit runden - ja, rund, wie in KREISRUND - Muttern angezogen. Ich hab mir nur gedacht: Wer hat sich denn den Scheiß ausgedacht? Stehbolzen mit runden Muttern. Die kriegt man nie im Leben runter. Mein Vater und mein Nachbar haben zu zweit versucht die Dinger mit einer Rohrzange aufzudrehen, keine Chance. Ergebnis: Da muss der Bohrer her.

So, ihr seht also, es läuft nicht immer alles so, wie man es gerne hätte. Aber auf der anderen Seite muss man auch sagen: Was wäre das Leben ohne Herausforderungen? ^^

In diesem Sinne....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen